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Eine Monitoring-Routine bauen, die der Kader durchhält

· Training Feel

Kaum ein Monitoring-System scheitert an falsch gewählten Kennzahlen. Es scheitert daran, dass nach drei Wochen niemand mehr den Fragebogen ausfüllt.

Weniger Fragen, als man stellen möchte

Die Versuchung ist, alles zu fragen: Schlaf, Schmerz, Müdigkeit, Stress, Stimmung, Appetit, Bildschirmzeit. Jedes zusätzliche Feld senkt die Antwortquote, und ein vollständiger Fragebogen, den die halbe Mannschaft ausfüllt, ist weniger wert als ein kurzer, den alle ausfüllen.

Ein einfacher Prüfstein: wenn du nicht weißt, was du je nach Antwort anders machen würdest, frag nicht. Vier gut gewählte Punkte, jeden Tag beantwortet, sind mehr wert als zehn halb beantwortete.

Eine Uhrzeit, immer dieselbe

Wellness wird vor dem Training erhoben, weil es beschreibt, womit der Athlet ankommt. Die wahrgenommene Anstrengung danach, mit etwas Abstand — direkt nach Schluss frisst die letzte Übung die Antwort.

Und möglichst immer zur gleichen Zeit. Eine Erfassung, deren Zeitpunkt je nach Tag wandert, lässt sich nicht mit sich selbst vergleichen — und genau dafür ist sie da.

Der Athlet trägt ein

Füllt der Staff aus, misst der Wert nicht mehr, wie sich der Spieler fühlt, sondern was der Trainer annimmt. Das ist der häufigste Fehler und der im Nachhinein am schwersten zu erkennende, weil die Zahlen weiter eintreffen.

Dazu gehört auch, dem Impuls zu widerstehen, einen merkwürdig aussehenden Wert zu korrigieren. Eine 9 bei Müdigkeit an einem leichten Tag ist Information, kein Tippfehler.

Etwas zurückgeben

Ein Kader hält die Erfassung durch, wenn er sieht, dass sie etwas bringt. Es braucht wenig: in der Ansprache erwähnen, dass die Dienstagsbelastung zurückgenommen wurde, weil die Gruppe müde ankam, oder mit dem sprechen, der schon länger etwas mitschleppt.

Spricht umgekehrt einen Monat lang niemand über die Daten, wird der Fragebogen zur Formalie und die Antworten werden automatisch. Dann hat das System aufgehört zu funktionieren, auch wenn die Ausfüllquote weiter hoch aussieht.

Training Feel ist um genau diese Routine herum gebaut: der Athlet trägt am Handy ein, du siehst den gesamten Kader und die Hinweise auf alle, die aus ihrem Üblichen fallen.

Ansehen, wie es funktioniert
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